Bärenklau – TUM Alumni Ralf Waiblinger schreibt illustrierte Tierkrimis für Erwachsene

Von vom 16.10.2015 (Quelle: Artikel im KontakTUM)

Mit „Bärenklau“ veröffentlicht TUM Alumni Ralf Waiblinger (Brauerei und Getränketechnologie 1995) seinen zweiten illustrierten Tierkrimi für Erwachsene. Hunde-Exkommissar Spekulantius Bösenschreck ermittelt auch hier wieder – diesmal im Fall eines nicht mehr ganz so erfolgreichen TV-Bäckers, der versucht mit gestohlenen Rezepten wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden – das jedoch mit weitreichenden Konsequenzen.

Hier geht’s zur Verlagsvorschau: http://www.gmeiner-verlag.de/autoren/autor/387-ralf-waiblinger.html

Herr Waiblinger, wie kamen Sie zum Schreiben?

cropped-DSC_9647a.jpgSchon in jungen Jahren habe ich viel und gerne gezeichnet und Kurzgeschichten in Bild und Wort, sowie unzählige „Funnies“ (Einbildgeschichten) geschaffen. Ich wollte unbedingt Illustrator und Comiczeichner werden. Teilweise bedingt durch mein landwirtschaftlich geprägtes Elternhaus habe ich dann doch einen klassischen Bildungsweg eingeschlagen und schließlich an der TU München-Weihenstephan Brauwesen studiert. Meine ursprüngliche Leidenschaft schlummerte nach wie vor in mir und brach vor circa zehn Jahren wieder aus. Meine Kinder waren noch im Kleinkindalter und ich habe für sie eine Piratengeschichte erfunden, aufgeschrieben und illustriert. Seither ist der Bann gebrochen, das Fieber ließ mich nicht mehr los und fortan entsann ich meine eigenen gesellschaftskritischen Geschichten, geprägt durch eigene Lebenserfahrungen und prägende Ereignisse, stets gewürzt mit viel Ironie. So entstand der erste Krimi für Erwachsene, natürlich mit eigenen Illustrationen versehen. Das musste sein!

Warum schreiben Sie gerade illustrierte Tierkrimis?

Alexandre 72dpiEin Bierbrauer müsste doch eigentlich Bierkrimis schreiben – sollte man meinen! Genau dieser Erwartungshaltung wollte ich nicht entsprechen. Mein Krimi sollte anders sein, ein bisschen verrückt, aber mit einer tieferen Bedeutung. Wie verpackt man das nun, ohne dabei den Zeigefinger zu heben, und wie tritt man der Gesellschaft und den Oberen schonend auf die Füße? Das alte Prinzip der Fabel war hierfür gerade ideal: Tierische Protagonisten mit menschlichen Zügen, um kritische und nachdenkliche Töne ironisch zu verpacken, die sich noch dazu hervorragend als Motive für die unbedingten Illustrationen eigneten. Dazu eine bildreiche deutsche Sprache, die vor tierischen Vergleichen und Doppeldeutigkeiten nur so strotzt – wie könnte sich Ironie besser verpacken lassen? Es ging gar nicht anders. So entstand etwas Einzigartiges, etwas das es in dieser Form meines Wissens noch nicht gegeben hat.

Findet Ihr Beruf oder Ihr Studium irgendwie Eingang in Ihre Veröffentlichungen?

Die in der Bierbranche gerade stattfindende „Craft Beer“- Bewegung, die sich gezielt von den konventionellen Bieren abheben will, lässt sich quasi voll auf die Idee meiner Krimis übertragen. Das Durchhaltevermögen und der Biss, der unabdingbar ist, das hat man an der TUM gelernt! Hier und da gibt es in meinen Büchern auch Bezüge zum Bier und vor allem zum guten Essen. Bierbrauer sind eben Genussmenschen, durch und durch. Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein – auch nicht vom Flüssigen!

Ein Video über die Entstehung von Ralf Waiblingers Zeichnungen sehen Sie hier:

….. (Video, siehe unter “Specials”)

Fotos: Ralf Waiblinger

Und was ist mit Ihnen? Was sind Ihre TOP 3-Krimis für den Herbst? Posten Sie Ihre Lesetipps für die TUM Community in den Kommentaren?

Bärenklau: Wo der Hase im Pfeffer liegt

“Ein weiteres Mal wurde hier die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit eingezogen: Die Mordgeschichte drang in die Lebenswelt der Zuhörer ein. Vortrag, Zeichnungen, Begleitmenü – Waiblingers Universalkunstwerk bot den Gästen ein synästhetisches Sinneserlebnis.”

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger 18.07.2015

Hasenpfeffer – Wenn Bierbrauer Krimis schreiben …

Eindrücke von der Krimi-Menü-Lesung “Hasenpfeffer” von Ralf Waiblinger in der Gasthausbrauerei Neckarmüller in Tübingen mit über 70 begeisterten Gästen. Ein kulinarischer Genuss für Leib und Seele, umrahmt von einer Ausstellung der Bilder aus dem Roman – denn: “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein – auch nicht vom flüssigen …!”
Impressionen von der Neckarmüller Lesung

Hasenpfeffer: Sprachwitz mit Genuss

Hasenpfeffer_RLYDass Ralf Waiblinger (TUM Alumnus Getränketechnologie 1995) ein Genussmensch ist, dürfte schon an seiner Berufswahl erkennbar sein: Seit 20 Jahren arbeitet er in der Bierbranche. Mindestens genauso liegen dem internationalen Regionalvertriebsleiter in der Getränkezulieferindustrie Worte am Herzen. Gezeichnet und geschrieben hat Ralf Waiblinger seit seiner Jugend. So entstand schließlich als Debutroman ein Hundekrimi. „Es war mir ein tiefes inneres Anliegen, mit meinem Buch ‚Hasenpfeffer‘ die Vielseitigkeit und Schönheit der deutschen Sprache in Begrifflichkeiten, Metaphern, lebensnahen Sprichwörtern und Redewendungen zu Papier zu bringen“, sagt der TUM Alumnus. Hund und Kommissar Spekulantius Bösenschreck ermittelt in dem ungewöhnlichen Krimi gegen eine Hasenbande, die teure Uhren fälscht. Daher stammt auch der Name, denn Hasenpfeffer ist ein Gulasch aus den minderwertigen Fleischstücken des Hasen, erklärt Ralf Waiblinger. „Gespickt mit Witz und Ironie entstand ein besonderer Lesegenuss“, meint er zu seinem Buch. Ein echter Genussmensch eben.

Quelle: KontakTUM 2/2014, S. 34

Hasenpfeffer – Von Tierischem und Menschlichem

“Lesung mit und über Hunde bei “Wein & Kultur” im Wengerterhäusle in Metzingen. Beliebt beim Leser sind beide Genre: Bücher über Tiere und Krimis. Eine Kriminalgeschichte und eine Hundegeschichte gab es jetzt beim Förderkreis Metzinger Keltern in der Reihe “Wein & Kultur”… “

hier mehr:   Zeitungsbericht aus der Südwest Presse vom 10.12.2013